Vorwort

Diese Ausgabe des Notarztleitfadens wurde wiederum von Grund auf überarbeitet und inhaltlich weiterentwickelt. Neue Themen wurden aufgenommen und die Behandlungsrichtlinien vollumfänglich an die ILCOR-Guidelines 2010 angepasst. Dort, wo die ILCOR-Guidelines durch die beiden in der Schweiz massgeblichen Verbände, die American Heart Association (AHA) und das European Resuscitation Council (ERC), unterschiedlich interpretiert wurden, und als Folge davon inhaltlich divergierende Empfehlungen von AHA und ERC vorliegen, wird dies im Buch speziell vermerkt. Die Unterschiede sind jedoch insgesamt gering und betreffen eher Detailfragen als Aspekte des grossen Ganzen, so dass der Leser seine Sichtweise durch die Abbildung beider Empfehlungen erweitern kann, ohne jedoch Gefahr zu laufen, in eine Art ideologischen Grabenkampf hineingezogen zu werden.

Die Erstauflage des Notarztleitfadens erschien im Jahre 2002. Mittlerweile liegt die 7. Auflage vor. Seine Erfolgsgeschichte verdankt das Buch einerseits der breiten und engagierten Unterstützung durch unzählige Personen, die dessen Entstehungsprozess tatkräftig begleitet haben, und andererseits der grossen Resonanz, die es bei der Leserschaft gefunden hat.

Die 7. Auflage des Notarztleitfadens entstand wiederum in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Ärzteverlag EMH. Dem EMH-Team, und speziell Natalie Marty, Susanne Redle, Ruedi Bienz und Thomas Gierl, möchte ich für die freundschaftliche Zusammenarbeit und tolle Unterstützung danken.

Mein besonderer Dank gebührt den 47 Reviewern! Wie bereits in den vorigen Auflagen profitiert auch diese Ausgabe wieder davon, dass diese ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland alle Kapitel zur Qualitätskontrolle gegengelesen und eine Vielzahl von wertvollen Anregungen und Ergänzungen eingebracht haben.

All jenen Retterinnen und Rettern, denen eine qualitativ hochstehende medizinische Notfallversorgung der uns anvertrauten Bevölkerung am Herzen liegt, wünsche ich viel Freude und das notwendige Durchhaltevermögen bei ihrer Tätigkeit im Rettungswesen. Die präklinische Patientenversorgung ist auf engagierte und kompetente Fachleute angewiesen. Die Vielfältigkeit der Rettungsszene Schweiz, mit ihren unterschiedlichen Rettungspartnern und dem dualen System der Notfallversorgung durch Rettungssanitäter einerseits und Not- bzw. Dienstärzte andererseits, ist eine ihrer grossen Stärken, solange ideologische Fronten und das eigensinnige Verfolgen von Partikularinteressen vermieden werden.

Mein persönlicher Wunsch ist, dass die präklinische Notfallmedizin den Stellenwert erhält, den sie verdient, auch wenn sich ihre Tätigkeit nicht innerhalb des eigentlichen Spitalsystems abspielt. Die höchstmögliche Qualität in der Notfallversorgung muss das Ziel aller sein!

Ich hoffe, dass die neue, 7. Auflage des Notarztleitfadens weiterhin die Erwartungen der Leserschaft zu erfüllen vermag. Rückmeldungen, Kritiken und Anregungen sind sehr erwünscht und können hier über die Website mitgeteilt werden.

Dank gebührt natürlich auch den Sponsoren, die durch ihre finanzielle Unterstützung den Notarztleitfaden ermöglichten.

Luca Brendebach

 

luca_brendebachDr. med. Luca Brendebach

Facharzt für Anästhesie FMH

Facharzt für Intensivmedizin FMH

Notarzt SGNOR

International Diploma for Mountain Medicine